Von Liquid Big Data ist die Rede, wenn Wettbewerber untereinander Cloud-Technologien und Verfahrensweisen einsetzen, um offen große Datenvolumen miteinander zu teilen und zu analysieren. Der Ansatz bietet für beide Seiten Vorteile. Zugleich riskieren Unternehmen durch diese Kombination aus Kooperation und Wettbewerb („Co-opetition“) allerdings, Wettbewerbsvorteile und Marktanteile zu verlieren. Überwiegt der strategische Nutzen die Risiken?
Viele klassische Dienstleistungen der Banken sind mittlerweile obsolet. Direktbanken konkurrieren mit Filialbanken um Kunden, die neben Online Banking die Möglichkeit haben wollen, ihre Monatsausgaben per App zu kategorisieren und auszuwerten oder unkompliziert Geld digital an Freunde zu verleihen. Wir bewegen uns weg vom Bankberater, der einem sagt, wo man sein Geld anlegen soll, hin zu Verbrauchern, die autonom entscheiden.
Aus analog wird digital. Dieses Einbahnstraßendenken bei der Digitalisierung muss nicht sein. Digitales lässt sich auch für neue Ideen zum Anfassen nutzen. Ein gutes Beispiel liefert ein Fundstück, entdeckt bei re-publica.de. Kate Stone, nicht Data Scientist, sondern Creative Scientist, integriert digitale Elemente in Gedrucktes.
Der Rohstoff für eine digitale Wirtschaft sind Daten. Sie verraten Unternehmen beispielsweise, was sie ihren Kunden künftig anbieten sollen, wie sie die Leistungen effizienter erbringen oder wodurch sie Gewinne steigern können. Digitale Vorreiter besitzen die Methoden und die Kompetenzen, um aus Daten Geschäft zu erzielen. Ihre Domäne lautet Data-driven Agility.
“Don’t Worry, You Can’t Break It. We Promise.” Mit diesem Versprechen fordern Google-Mitarbeiter dazu auf, einen neuen Browser-Spielplatz auszuprobieren. Es handelt sich quasi um ein „digitales Bällebad“, in dem sich jeder Interessierte zu den Themen Deep Learning und neuronalen Netzen austoben kann.
Wearables als Datenlieferant, mit dem Versicherer nicht nur den Puls ihrer Kunden fühlen und Beiträge sowie Leistungen je nach Verhalten gestalten. Die Idee dahinter, Pay as you live (PAYL) – wird von den Verbrauchern durchaus akzeptiert, von der Branche noch nicht so ganz. Hier eine Einordnung und ein kleines Plädoyer für mehr Mut zur Veränderung.
In den Unternehmen in Deutschland klafft eine riesige Lücke digitalen Denkens. In unserer Studie Digitale Exzellenz äußerten gerade einmal sieben Prozent der Firmen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gut auf die Digitalisierung vorbereitet. Um diese Lücke in puncto digitaler Kompetenz (englisch: Digital Skills Gap) zu schließen, gibt es zwei Wege.
Da will noch jemand sagen, die öffentliche Verwaltung kann kein bürgernahes E-Government. Ein Fundstück auf Twitter, Danke an Claudia Tödtmann von der Wirtschaftswoche, belegt das Gegenteil. Im Kölner Stadtteil Nippes werden demnächst smarte Parkbänke mit Handy-Ladestation stehen. Die aktuellen Möbel werden mit einem Modul samt USB-Anschluss und Solarzellen ausgestattet. Bürger können so unterwegs den Akku ihrer Handys und Tablets aufladen.
