Digitale Plattformen – damit Sie mitreden können

Digitale Plattformen – damit Sie mitreden können

Gefühlt spricht jeder inzwischen darüber, immer mehr Unternehmen sind sogar äußerst aktiv auf dem Gebiet. Die Rede ist von digitalen Plattformen und der Plattformökonomie. Mit einer neuen Studie arbeiten wir das Thema systematisch auf. Deutlich wird vor allem, was gute digitale Plattformen ausmachen und was sie auszeichnet.

Der Begriff Digitale Plattformen ist schwer zu fassen. Ende 2015 hatten wir ihn der Einfachheit halber als Treffpunkt bezeichnet. Das trifft es ganz gut, wird der komplexen Materie allerdings längst nicht gerecht. In den vergangenen drei Jahren ist viel Bewegung in das Thema gekommen. Beispiele für existierende und entstehende digitale Plattformen finden sich mittlerweile in vielen Branchen. Beispiele wie Zinsmarkt und George im Bankensektor sowie PRISMA im Energiesektor zeigen, dass auch Traditionsbranchen mit sperrigen IT- und Prozesslandschaften umdenken und in digitale Ökosysteme investieren.

Spannend ist zu analysieren, inwieweit die Geschäftsmodelle bestimmten Grundmustern folgen und ob sich Erfolgsfaktoren ableiten lassen, von denen andere Unternehmen lernen können. Wir haben deshalb im Rahmen unserer Ausgangsstudie Digitale Exzellenz mit Forschern des Hamburger Informatik Technologie-Centers (HiTeC) eine vertiefende Untersuchung zur Disziplin Digital Platform Management durchgeführt. Im Video fassen wir das Wichtigste zusammen. Digitale Plattformen und Ergebnisse der Studie werden allerdings mit Sicherheit in den kommenden Monaten immer wieder Thema im Blog sein.

Die Studie in Kürze: Fünf Ausprägungen bestimmen den Erfolg digitaler Plattformen.

Eines der zentralen Ergebnisse lautet: Alle Unternehmen und Behörden setzen sich auf die eine oder andere Weise mit digitalen Plattformen auseinander. Für Manager verbleibt damit eine strategische Entscheidung: Ist es sinnvoll, eine eigene Plattform zu entwickeln und anzubieten? Oder ist es sinnvoller, sich bestmöglich als Partner für digitale Plattformen zu positionieren, um diese mit dem eigenen Produkt- und Dienstleistungsangebot zu bereichern?

Die Studie zeigt: Beides ist möglich, und beides kann erfolgreich sein. Firmen wie Dropbox und Paypal sind Paradebeispiele für den Nischenanbieter, der seine Dienstleistung und Abläufe so digital exzellent gestaltet, dass sie sich als Standard auf anderen Plattformen etablieren. Umgekehrt muss es auch nicht das Amazon der Banken-, der Versicherungs- oder Automobilbranche sein. Die Vielfalt existierender Plattformbetreiber, Nutzer und Zulieferer zeigt, dass im Plattformuniversum reichlich Platz ist. Entscheidend ist, die Mechanismen zu verstehen, wie Plattformen funktionieren, um dann zu schauen, wie das eigene Unternehmen, die eigenen Produkte dort hineinpassen und dann Organisation, Abläufe, technische Infrastruktur und die Menschen für die Plattformökonomie fit zu machen.

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Foto: GettyImages / Westend61


Urs M. Krämer

Urs M. Krämer ist seit Anfang 2013 bei Sopra Steria Consulting und übernahm im April 2014 die Rolle des Chief Executive Officers. Der Stratege und Managementberater legt sein Hauptaugenmerk auf Performance und Change Management.


Kommentare

  1. Sehr interessanter Beitrag und spannendes Thema!

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