Digitalisierung als Konjunkturprogramm für IT-Trainer

Digitalisierung als Konjunkturprogramm für IT-Trainer

Digitale Exzellenz erreichen Unternehmen nicht durch neue Technologien und IT-Modernisierung allein. Die Befähigung der Mitarbeiter ist mindestens genauso wichtig, wenn auch deutlich aufwändiger. Eine Infografik, gefunden auf kursfinder.de, zeigt, dass die Nachfrage nach Qualifizierung rapide zugenommen hat.

Mit den Investitionen in neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Blockchain und Anti-Hacking-Lösungen steigt der Bedarf nach Weiterbildung. Das ist eine Kernerkenntnis der in der Grafik zitierten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Ist logisch, schließlich liefern die Anbieter der neuen Technik nicht gleich die Data Scientists und Entwickler neuer Geschäftsmodelle mit. Unternehmen, die bislang wenig auf digitale Technologien setzten und nun investieren, brauchen gutes Personal, die damit umgehen können. Und: Sie müssen nicht nur die richtigen Knöpfe drücken können, damit im Ergebnis etwas Wertschöpfendes dabei herauskommt.

Besonders viel Know-how-Bedarf besteht hinsichtlich des Erlernens kaufmännischer IT-Anwendungen, zeigt die Infografik. Hier gibt es technologisch die größten Sprünge. Die Möglichkeiten, mittels Datenauswertungen und dem Ableiten der passenden Ergebnisse und Handlungen kaufmännische Prozesse zu verbessern, sind rasant gestiegen. Viele Mitarbeiter sind mit ihren fachlichen Fähigkeiten gut vorbereitet. Ihnen fehlt aber häufig die digitale Expertise.


Quelle: kursfinder.de

Die Ergebnisse passen gut zu denen unserer Studie „Potenzialanalyse Transformation erfolgreich managen“. Fehlendes Know-how bei der Umsetzung ist Top-Hürde der digitalen Transformation. Jedes dritte Unternehmen sucht auf dem Arbeitsmarkt nach Talenten und Digital-Profis, die diese Lücke füllen können. Expertise von außen ist wichtig. Digital exzellente Unternehmen haben nicht von ungefähr eine überdurchschnittlich starke Arbeitgebermarke. Indem sie Talente anlocken, holen sie sich frisches Know-how in Haus.


Quelle: Sopra Steria Consulting

Da Experten und Talente aber rar gesät sind, setzt jedes zweite Unternehmen auf Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter. Das ist nachvollziehbar, denn Recruiting ist teuer, und ein Austauschen der gesamten Belegschaft ist sowieso utopisch und nicht ratsam. Es braucht den Mix aus unvoreingenommenen Ideengebern und internen Fachleute, die das Geschäft kennen und wissen, wie das Unternehmen als Organisation tickt. Ihr Know-how ist nicht zu unterschätzen, ein Abfluss wäre fatal.

Weiterbildung nur ein Mosaikstein der digitalen Transformation

Wichtig ist deshalb, die bereits aktuellen Mitarbeiter weiterzubilden, aber nicht nur. Tool-Schulungen und das Erlenen agiler Methoden reichen nicht. Es kommt auch auf organisatorische Veränderungen an, damit Mitarbeiter das Erlernte anwenden können. Entlastung vom Tagesgeschäft ist beispielsweise einer der zentralen Faktoren, die beim Digital Empowerment eine wichtige Rolle spielen. Das muss nicht der feste Tag in der Woche sein, der für eigene Projekte zur Verfügung steht. Selbst Google hat eingesehen, dass Freiräume projektweise eingeräumt werden sollten. Weitere Bausteine sind der Abbau von Hierarchien. Wichtige Spezialmaßnahmen sind die Übertragung von Verantwortung, das Fördern von Eigenverantwortung sowie gezielte Überzeugungsarbeit, dass die digitalen Technologien Aufgaben verändern, aber nicht komplett übernehmen. Nur so werden Mitarbeiter das Potenzial, dass im Erlernen der technischen Neuerungen liegt, auch ausschöpfen.

Foto: Getty Images / marchmeena29


Sopra Steria Consulting

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