Autonomes Fahren: Robo-Taxen in Singapur und Pittsburgh

Autonomes Fahren

Autonomes Fahren kommt voran. Singapur schickt sich an, das Rennen um die Stadt mit den ersten selbstfahrenden Autos im normalen Straßenverkehr zu gewinnen. Die ersten Taxis rollen schon – allerdings noch mit Fahrer als Sicherheit und begrenzt auf ein Stadtviertel. Gefunden auf Wallstreet Journal online.

Nach Angaben des Anbieters Nutonomy ist dies der erste Feldversuch mit selbststeuernden Fahrzeugen in einer realen Verkehrsumgebung weltweit. Eine ausgesuchte Gruppe an Fahrgästen kann sich ein Taxi über eine Smartphone App virtuell „heranwinken“. Ganz allein gelassen wird der Fahrgast noch nicht. Ein Ingenieur sitzt während dieser Testphase hinter dem Lenkrad, überwacht die Systeme für autonomes Fahren und ist ständig bereit, das Steuer zu übernehmen. Die aktuelle Versuchsflotte von sechs Taxis soll bald auf zwölf anwachsen. Beim flächendeckenden Launch des Dienstes 2018 sollen dann 100 Fahrzeuge ihre autonome Chauffeurarbeit aufnehmen.

Nutonomy ist eines von mehreren Unternehmen im Rennen um die autonome Autofahrt. Mitte September sind Fahrgastvermittler Uber und der schwedische Autokonzern Volvo mit dem Realtest von selbstfahrenden Fahrzeugen in Pittsburgh auf einem Gebiet von 30 Quadratkilometern zwischen 7 Uhr und 22 Uhr gestartet. Die Mitfahrt in den Versuchsautos ist kostenlos. Wichtig ist zunächst zu testen, wie der Mensch auf den Kontrollverlust reagiert.

Die fahrerlose Ära im Taxigewerbe einzuläuten, kommt nicht von ungefähr. Das klar abgegrenzte Gebiet erleichtert den Umgebungssystemen die Arbeit, sich zu orientieren. Volvo plant allerdings zusätzlich ein teilzeit-automatisiertes Luxus-SUV. Vor allem in eintönigen Fahrsituationen soll der Mensch entlastet werden. Der Motor des Apple Car gerät derweil ins Stottern. Der IT-Konzern will seinen Alleingang in die Welt des autonomen Fahrens überdenken.

In der Autonation Deutschland geht man bekanntermaßen ein wenig gründlicher vor, bevor die ersten autonomen Fahrzeuge über die Straßen rollen dürfen. Autoingenieure, Juristen, Versicherungsexperten und Politiker befassen sich seit geraumer Zeit auch mit ethisch-moralischen Fragen wie: Sollte ein selbstfahrendes Auto im Fall einer unvermeidbaren Kollision eher ausweichen und damit eine Menschenmenge umgehen oder in eine Mauer fahren und damit die Gesundheit der Insassen in Kauf nehmen? Keine unwichtige Frage: Für die Akzeptanz von Roboterautos ist es enorm wichtig, dass sie beantwortet und breit diskutiert werden.


Andreas Schmidt

Andreas Schmidt ist seit 2005 u.a. als Experte für Innovation Management bei Sopra Steria Consulting. Der studierte Wirtschaftsinformatiker beschäftigt sich sowohl mit innovativen Technologien im Umfeld von strategischen SAP-Produkten als auch mit übergreifenden Innovationsprozessen. Derzeit verantwortet er den Aufbau des deutschen DigiLabs in Berlin. Sein aktueller Schwerpunkt ist das Themenfeld „Business Innovation mit Big Data“.

Kommentare

  1. interessanter Beitrag, ich habe mich auch auf meinem Blog beschäftigt:
    http://automatisiertes-auto.de/

    Viele Grüße

    Jürgen Vagt

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