ITS World Congress: Datengetriebenes Parken und Englands größter digitaler Zwilling

ITS World Congress 2021
Sopra Steria
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Ein intelligenter Umgang mit Daten wird für Städte zum Standortvorteil. Unsere Experten begleiten Städte und Behörden schon länger dabei, Verkehr besser und effizienter zu lenken und zu vermeiden. Beim diesjährigen ITS World Congress in Hamburg stellen sie unter Motto Big Urban Data Lösungen vor, mit denen Kommunen bei Bürgern und Unternehmen gleichermaßen punkten können.

Der enorme Zuzug in Städte, Urbanisierung genannt, zählt zu den Megatrends unserer Zeit. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung zwar gebremst und eine neue Sehnsucht nach dem ländlichen Raum geschaffen. Doch mittel- und langfristig werden die Metropolen stark anwachsen. Davon sind Wissenschaftler des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) überzeugt. Damit bleiben jedoch auch all jene Herausforderungen bestehen, die unsere Städte als hyperkomplexe Systeme mit sich bringen. Zugleich können die Städte Problemlöser sein. Die Digitalisierung gibt ihnen dafür schon heute die notwendigen Technologien an die Hand.

Sopra Steria ist Partner der Städte und Kommunen, diese Herausforderungen zu meistern. Beim diesjährigen ITS World Congress (11.-15. Oktober) in Hamburg zeigen unsere Kolleginnen und Kollegen Lösungen, wie Städte eine Mobilität der Zukunft gestalten können. Der effiziente und intelligente Umgang mit Daten steht bei allen Lösungen und Anwendungen im Zentrum.

Das Thema Daten (#BigUrbanData) gehört bei den Städteplanern und Verkehrsmanagern ganz oben auf die Agenda – von der Erfassung, über die Verarbeitung bis hin zur Auswertung und dem Überführen der Erkenntnisse in Mehrwerte für die Bewohnerinnen und Bewohner. Die Fähigkeit der Städte, mit Daten umzugehen, ist in den kommenden Jahren ein entscheidender Standortvorteil. Technologien wie das Internet der Dinge (IoT) in Verbindung mit dem Einsatz smarter Sensoren sowie in Kombination mit Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Machine Learning können und sollten stärker dabei helfen, Verkehrsströme besser zu lenken oder, wenn möglich, zu vermeiden.

Drei praktische Beispiele, die wie auch an unserem Messestand #B5003 zeigen, verdeutlichen die Mehrwerte, die Daten für Städte bei Planungen, der Überwachung und bei der Steuerung bieten:

Beispiel 01: Die intelligente Parkraumsuche

Wer von uns kennt es nicht – das ewige Warten im morgendlichen Berufsverkehr und die endlose Suche nach Parkplätzen? Handwerksbetriebe und Lieferdienste sind davon nochmals ungleich stärker betroffen. Eine Studie hatte bereits vor einigen Jahren die jährlichen Kosten, die die Parkplatzsuche verursacht, allein in Hamburg auf 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Für ganz Deutschland gingen die Forscher von einem Betrag von 45 Milliarden Euro aus.

Ein intelligentes Parkraum-Management kann helfen Kosten und Emissionen zu senken und Nerven zu schonen. Wie das gelingen kann, erklären unsere Expertin Katrin Stroemer und Oliver Stumm von Deutsche Telekom IoT in einem Vortrag beim diesjährigen ITS World Congress. Was das Konzept besonders spannend macht: Die Digitalisierung des gesamten Parkplatzmanagements hilft nicht nur Parkplatzsuchenden. Die zuständigen Behörden können neue digitale Services mithilfe dieser Daten entwickeln, die beispielsweise die gesamte Abrechnung von Parkgebühren übernehmen und die Städteplanung optimieren.

Beispiel 02: Die smarte Verwaltung der Verkehrsinfrastruktur

Städteplanung ist das Stichwort für ein anderes wichtiges Feld: die Wartung, der Erhalt sowie der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in den Städten. Doch warum überprüfen wir bis heute Brücken und Straßen manuell nach fest vorgegebenen Prüfintervallen? Warum nutzen wir nicht auch hier moderne Technologien, um uns über den Zustand unserer Infrastruktur zu informieren – und zwar in Echtzeit und fortwährend?

Lars Schlömer und Torsten Raithel haben sich mit dieser Frage beschäftigt. Sie werden in einem Panel berichten, was Städte für eine intelligente Infrastruktur benötigen. Sie zeigen zudem, wieso sie ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer Smart City sind. Sie ermöglichen beispielsweise das Erstellen digitaler Zwillinge. Dafür sind allerdings organisatorische Veränderungen innerhalb von Behörden erforderlich, damit sich deutlich effizientere Prozesse und Strukturen bilden.  

Beispiel 03: Der größte Digital Twin Großbritanniens

Für all das braucht es idealerweise eine umfassende Datenstrategie. Wer wissen will, wie sich diese entwickeln und umsetzen lässt, die oder sollte sich London anschauen. „Transport of London“, zuständig für die Koordination des Verkehrsgeschehens in der britischen Hauptstadt, arbeitet zusammen mit Experten von Sopra Steria UK an einem neuen Leitstellensystem, das allen Beteiligten, die mit der Verwaltung des Straßennetzes betraut sind, einen einheitlichen Überblick verschafft. Ein ähnliches Projekt begleiten wir derzeit bei Toulouse Métropole. Für Highway England arbeiten die Kollegen zudem am größten Digital Twin in Großbritannien. Auf einer Strecke von umgerechnet fast 7.000 Kilometern (4.300 Meilen) werden Echtzeitdaten gesammelt und ausgewertet. Mit den Erkenntnissen sollen die Betriebskosten um 30 Prozent pro Jahr sinken. Über die Projekte und was Städte wie Hamburg oder Berlin lernen können, berichten unsere Transport-Experten Alex Sykes und Didier Bosque beim ITS World Congress.

Digitalisierung der Städte ist Energie für die Wirtschaft

Die Digitalisierung unserer Städte, die digitale Neuvermessung der Mobilität, das systematische Sammeln, Auswerten und Nutzen von Daten kommt den städtischen Behörden und den Bewohnern somit gleichermaßen zugute. Kombiniert mit einem Open-Data-Policy-Ansatz schaffen Städte zudem exzellente Voraussetzungen für junge, innovative Unternehmen sowie für Forscherinnen und Forscher verschiedenster Bereiche. Kurzum: Eine Stadt, die ihre Daten nicht mehr länger links liegen lässt, hält einen gewaltigen Hebel für mehr Innovationskraft in den Händen.

Wir freuen uns auf ein Treffen beim ITS World Congress in Hamburg am Stand #B5003.


Sopra Steria

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