Mixed Reality im OP-Saal

Mixed Reality im OP-Saal
Simon Oberle
durch

Digitalisierung wird zur Verbesserung der Medizin mehr und mehr genutzt. Ein Beispiel ist Mixed Reality zur Unterstützung von Behandlungsteams im Operationssaal: Das Interventionszentrum am Universitätsklinikum Oslo und Sopra Steria haben hier im Rahmen eines Forschungsprojekts gemeinsam eine solche Mixed-Reality-Umgebung für Chirurgen entwickelt, die mit der Microsoft HoloLens zur Verfügung steht.

Die Anwendung unterstützt die Entscheidungen der Mediziner in den Planungsphasen eines chirurgischen Eingriffes. Ziel ist, die operative Behandlung von Leberkrebs sowie die Therapie von Kindern mit Fehlbildungen des Herzens durch die visuelle Darstellung der Organe in einem 3D-Modell mit Microsoft Hololens zu optimieren. Das Forschungsprojekt ist ein beeindruckender Fortschritt im Vergleich zur bisherigen Interpretation von zweidimensionalen Bildern auf einem Bildschirm im Vorfeld einer Operation. Das virtuelle 3D-Modell ermöglicht es, Leber, Blutgefäße und Tumor exakt darzustellen. Das erleichtert die Definition der richtigen Vorgehensweise.

Mixed Reality – der virtuelle Operationstisch

Menschliche Organe werden mithilfe der Mixed-Reality-Umgebung auf einen virtuellen Operationstisch platziert und wie ein echtes Körperorgan behandelt. Über die HoloLens können mehrere Personen gleichzeitig an dem Objekt arbeiten. Die Erkenntnis über die Lage eines Tumors und der Blutgefäße bietet Chirurgen mehr Sicherheit bei ihren Entscheidungen über den weiteren Operationsverlauf. Schon heute unterstützen intelligente Technologien Organisationen, das Gemeinwesen und jeden Einzelnen bei einer besseren medizinischen Gesundheitsversorgung. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen wird in den kommenden Jahren eine noch wichtigere Rolle spielen und den Einsatz von Geräten, Plattformen und Cloud-Diensten im Bereich Health Care weiter vorantreiben.

Mixed Reality

Auszeichnung mit dem Health Innovation Award

Für diese zukunftsweisende Nutzung der Microsoft HoloLens bei der Planung chirurgischer Eingriffe haben das Universitätsklinikum Oslo und Sopra Steria gemeinsam den von Microsoft vergebenen Health Innovation Award 2017 erhalten. Mit der Auszeichnung, deren Gewinner anlässlich der 2017 HIMSS Annual Conference and Exhibition in Orlando, Florida, bekanntgegeben wurden, wird der Einsatz von technologischen Lösungen durch Unternehmen aus dem Gesundheitssektor und deren Partnern honoriert. Das Augenmerk liegt dabei auf der innovativen Nutzung von Geräten und Dienstleistungen, mit denen Patienten ihr Gesundheitsmanagement stärker selbst in die Hand nehmen können und Behandlungsteams mit optimalen technologischen Lösungen ausgestattet werden. Gleichzeitig halten die medizinischen Einrichtungen dabei globale, lokale und branchenspezifische Compliance- und Sicherheitsstandards strikt ein.

Fotos: Getty Images / GuidoVrola ; Sopra Steria Norwegen


Simon Oberle

Simon Oberle ist Leiter des DigiLabs von Sopra Steria Consulting. Der Experte für Gestaltung der Vertriebsprozesse hat sich auf Innovationen im Banking spezialisiert.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sie können folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>