Dos & Don’ts für gute User Experience

Dos & Don'ts für gute User Experience

Gute User Experience zu bieten ist das Nonplusultra in Sachen Digitaler Wandel. Er sorgt für die Zufriedenheit der Kunden bei allen digitalen Lösungen und Dienstleistungen. Die Entwicklung digital exzellenter Produkte und Services trägt maßgeblich dazu bei, einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen – insbesondere in Zeiten, in denen Kundenerwartungen steigen. Von den Grundprinzipien für gute User Experience , lassen sich praktische Dos und Don’ts für die Entwicklung einer Website, App oder Service-Plattform ableiten.

Dos – Worauf ist zu achten?

Bei den Dos steht die Multi-Device-Fähigkeit ganz oben. Eine Anwendung sollte auf allen Endgeräten gleichermaßen gut aufgerufen und die Darstellung auf die jeweilige Screengröße angepasst werden, um ein konsistentes Nutzungserlebnis sicherzustellen. Das Stichwort hier lautet adaptives Design und bedeutet, dass die Nutzung auf einem Laptop oder Tablet genauso möglich ist, wie auf einem Smartphone, ohne dass Inhalte „verloren“ gehen oder Funktionalitäten eingeschränkt sind.

Um dem User eine gute Orientierung und Übersicht innerhalb der Anwendung zu bieten, sollte insbesondere die Navigation schnell auffindbar und leicht bedienbar sein. Es geht zudem nicht nur darum, möglichst alle Inhalte übersichtlich zu strukturieren, sondern den User dabei zu unterstützen, die für ihn wichtigsten gut zu finden. Der Nutzer sollte dabei stets wissen, auf welcher Ebene oder in welchem Unterbereich er sich befindet.

Damit User die Inhalte leicht finden , sollte der Fokus auf einer intuitiven Suche liegen. Insbesondere automatische Vervollständigungen, passende Suchvorschläge sowie Filter- und Sortierfunktionen sind wesentliche Elemente für ein positives Nutzungserlebnis.

Da ein Nutzer eine Website, App oder Plattform zumeist mit einer klaren Absicht ansteuert, sollten der jeweils zentrale Inhalt oder die Kernfunktionalität möglichst leicht sichtbar auf dem Screen platziert und problemlos auffindbar sein. Dies erspart dem User unnötig langes Suchen. Zusätzlich ist die Auswahl an möglichen Optionen zu beschränken, um Überforderung zu vermeiden.

Auch in diesem Punkt sind die unterschiedlichen Endgeräte zu berücksichtigen. Denn je kleiner der Bildschirm ist, umso entscheidender ist die Fokussierung auf das Wichtigste der jeweiligen Seite.

Neben der optischen Aufbereitung der Inhalte spielt die technische Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit eine wesentliche Rolle. Es muss sichergestellt werden, dass alle Links, Buttons und andere Interaktionselemente in der Art und Weise funktionieren, wie es geplant und beabsichtigt war. Darüber hinaus sind Funktionalitäten für den Nutzer möglichst erwartungskonform zu implementieren.

Bei den Bedienoptionen einer Anwendung sollte darauf geachtet werden, dass der Nutzer größtmögliche Eigenkontrolle erhält. Das automatische Starten medialer Inhalte oder unkontrolliertes Scrollen eignen sich nicht. Sofern eine fehlerhafte Bedienung nicht ausgeschlossen werden kann, sollte zwingend verständliches Feedback (z.B. Hinweise oder farbliche Markierungen) gegeben werden.

Don’ts – Was ist zu vermeiden?

Fehl am Platz sind alle Web-Elemente, die es dem Nutzer erschweren, sich zielgerichtet und ohne Ablenkung durch Anwendungen zu bewegen und die Nutzung anderweitig verkomplizieren. Ein klassisches Don‘t ist eine grafische und farbliche Gestaltung, die die Lesbarkeit der Inhalte einschränkt. So sollte auf unruhige Hintergründe oder ein zu geringes Kontrastverhältnis zwischen Schrift- und Hintergrundfarbe verzichtet werden.

Ebenso ist von einem überladenen Seiteninhalt mit zu vielen um die Aufmerksamkeit des Nutzers konkurrierenden Elementen oder Inhalten, die keinen Mehrwert bieten abzuraten. ,Relevante Inhalte sind so deutlich schwerer auffindbar.

Gleiches gilt für ungenügende Strukturierungen der Inhalte aufgrund fehlender Überschriften, Bilder etc. Fehlen die Strukturen, wird das schnelle Scannen der Inhalte erschwert und die Convenience beeinträchtigt.

Aus technischer Sicht sind langsame Ladezeiten ein echtes „No-Go“ und führen nicht selten zu schnellen Abbrüchen.

Demnächst im Blog Digitale Exzellenz

Gute und vor allem ansprechende User Experience ist branchenübergreifend von Bedeutung und kann sich in unterschiedlicher Ausprägung zeigen. Um dies zu verdeutlichen, werden wir für Sie in den nächsten Wochen und Monaten hier Best Practices näher beleuchten. Wir starten mit der Analyse einiger Websites von Banken hinsichtlich ihrer User Experience.


Henriette Hein

Henriette Hein ist Senior Consultant für Digital Banking und Omnichannel bei Sopra Steria. Sie ist spezialisiert auf fachliche Konzeption digitaler Medien und User Experience Design.


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