Fußball WM 2018 – Digital auf Ballhöhe

Fußball WM 2018 - digital

Für die kommenden Wochen ist FIFA World Cup in Russland und für die deutsche Nationalmannschaft steht damit die Mission Titelverteidigung an. Während sich die DFB-Elf in Südtirol körperlich intensiv auf das Turnier vorbereitet hat, konnten wir Fans uns zuhause digital fit machen. Es gibt viele Angebote, die Spiele der WM zu tippen und zu verfolgen, Spieler und Teams zu analysieren und den persönlichen Turnier-Komfort mittels allerlei digitaler Gadgets zu steigern.

Schon bevor der Ball beim Auftaktmatch zwischen Russland und Saudi-Arabien am Donnerstag endlich rollt, wird heftig gefachsimpelt, prognostiziert und vor allem getippt. Während der vergangenen Fußball-WM 2014 in Brasilien verzeichnete Kicktipp, der Klassiker der kostenlosen Tippspiel-Plattformen, mehr als 10.000 Seitenaufrufe – pro Sekunde (!). Die fast schon nostalgische Optik scheint dem Erfolg der Plattform nicht im Wege zu stehen – Function first eben. Büro-Basics wie ein WM-Planer für iCal, Google und Outlook gehören ebenfalls zur digitalen Standardausrüstung.

Wer sich für seine Tipps zu dieser WM nicht nur auf den eigenen Sachverstand verlassen möchte, kann das Turnier mithilfe von Qlik Sense (auf dem Desktop und als App) datenbasiert durchspielen. Dafür haben die Data-Analysts von Qlik historische Fußballdaten zur WM aus vergangenen Turnieren und FIFA-Rankings zusammengefasst, die Gewinnwahrscheinlichkeit ausgewertet und visualisiert.

Regie: Sie!

Auch die TV-Übertragungen stehen in diesem Jahr noch mehr im Zeichen von Multimedia und digitalen Angeboten. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender machen User auf ihren Online-Plattformen selbst zum Regisseur. So können Zuschauer erstmals selbstständig einzelne Kameras im Stadion ansteuern und sich damit Tore und strittige Szenen aus verschiedenen Perspektiven anschauen. Bei der britischen BBC können Fans sogar echte Stadionatmosphäre genießen – zuhause! Die Fußballfans können sich per Virtual-Reality wahlweise in eine edle VIP-Loge setzen oder per Knopfdruck direkt hinter einem der beiden Tore Platz nehmen. (Anmerkung des Autors: Nur Elfmeterschießen kann man damit nicht üben, obwohl das englische Team genau das… Aber lassen wir das!)

Es „müllert“ am Handgelenk

Wer es wegen der frühen Anstoßzeiten nicht rechtzeitig zum Public Viewing oder vor den Fernseher schafft, kann das Geschehen dennoch verfolgen: Die Smartwatch Big Bang Referee 2018 FIFA World Cup Russia von Hublot informiert nicht nur die Unparteiischen auf dem Platz darüber, ob der Ball die Torlinie passiert hat oder nicht. Sie hält die Fans auch über den Beginn und den Verlauf einzelner Spiele auf dem Laufenden. Wenn ein Treffer fällt, vibriert es am Handgelenk, und es erscheint eine „Goal“-Anzeige auf dem Display.

Kugelschreiber kauen 2.0

Um im Büro möglichst unauffällig auf Ballhöhe zu bleiben, hat der Radiostreaming-Anbieter radio.net in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Havas Düsseldorf den FOOTBALLPEN entwickelt. Das Gerät tut so, als sei es ein normaler Kugelschreiber, hat aber eine schmale Platte am unteren Ende. Wer da draufbeißt (wirklich!) kann den Radiostream der Spiele über die Mundhöhle und das Innenohr unbemerkt verfolgen.

Internet of things erreicht Grill und Zapfhahn

Was sind Tore ohne Würstchen und Bier? Wer auf das Grillen zum Fußball nicht verzichten möchte, kann dafür auch auf die Segnungen der Digitalisierung zurückgreifen. So mancher Hersteller setzt bei seinen Grillgeräten schon auf eine Verbindung zum Smartphone, über das der Weltmeister am Grill in Echtzeit Temperatur und Grilldauer abrufen und seine kulinarischen Volltreffer anschließend direkt auf Instagram hochladen kann. Und wer das Bier zum Essen nicht nur kühl trinken, sondern vorher auch noch selbst brauen möchte, kommt mit dem MiniBrew auf seine Kosten. Die kleine Braumaschine maischt, kocht, gärt und kühlt das Bier und übermittelt via App den aktuellen Brauprozess sowie allgemeine Informationen zum Bierbrauen.

Bleibt abzuwarten, wie sich @Die Mannschaft bei ihrer Mission „Fünfter Stern“ digital unterstützen lässt – abgesehen vom Headset und Smart Data. Aber wichtig ist sowieso auf’m Platz!

Foto: Getty Images / selimaksan


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