Das Fest der Liebe – zu 99 Prozent digital

Das Fest der Liebe – zu 99 Prozent digital

Weihnachten wird immer digitaler. Viele Bräuche sind nur noch einen Mausklick entfernt. Tannenbaum besorgen, Weihnachtsmarkt, Geschenke – es gibt nichts, was nicht auch online funktioniert oder zumindest per App unterstützt wird. Wer das Fest der Liebe voll digitalisiert erleben möchte, bitte sehr…

Die digitale Vorweihnachtszeit beginnt ungefähr nach dem Black Friday und bevor die ersten Weihnachtsmärkte öffnen. Zahlreiche Apps drängen auf den Markt, um die Stimmung digital zu unterstützen. So gibt es beispielsweise Weihnachtsmarkt-Finder, die zum nächsten Adventsmarkt navigieren. Auch die Wunschzettel für den Weihnachtsmann müssen längst nicht mehr händisch verfasst werden, Apps garantieren, dass nichts vergessen wird. Wiederum andere Anwendungen erleichtern das Leben der Schenkenden. Mit Apps wie „Christmas Shopping Liste“ behält man bei all den Weihnachtsvorbereitungen den Überblick über Budget und Ideen.

Digitales unter dem Weihnachtsbaum

Aber nicht nur die organisatorische Vorbereitung auf Weihnachten lässt sich digital unterstützen. Sondern auch die Präsente unter dem Tannenbaum werden zunehmend smarter. Besonders beliebt ist intelligente Technik, wie eine Bitkom Studie zeigt. Tablets, Smartphones und Wearables führen die deutschen Wunschlisten an. Smart-Home-Produkte, wie App-gesteuerte Sicherheitskameras, sind ebenfalls beliebt. Egal ob die neuste Technik oder analoges Buch, Weihnachtsgeschenke werden zunehmend digital geshoppt – der Online-Handel boomt. 2017 planten 70 Prozent der Internetnutzer, ihre Geschenke online zu kaufen. Gründe dafür sind neben der direkten Lieferung nach Hause, der bessere Preisvergleich und das frustfreie Shoppen ohne Gedränge und Menschenmassen.

Besonders die Paketdienstleister spüren den immer stärker werdenden Online-Handel. In den Wochen vor Weihnachten wird dieses Jahr mit einem Aufkommen von 330 Millionen Paketen gerechnet – so viel wie noch nie. Sie versuchen mithilfe von digitalen Lösungen der Menge an Päckchen, Pakten und Briefen Herr zu werden, Abläufe zu verbessern und Kunden zufrieden zu stellen. Als Service bietet der Deutsche Paketdienst (DPD) Live-Tracking an. Damit bekommen Empfänger die Chance, neben der Echtzeitverfolgung bis auf 30 Minuten genau zu wissen, wann ihr Paket geliefert wird. Was für Verbraucher praktisch erscheint, ist für die Post- und Paketboten mit Stress verbunden. Dennoch zeigt sich, dass durch die Branchen hinweg digitale Trends eingesetzt werden.

Konkurrenz für die traditionellen Bräuche

Je näher Heiligabend rückt, desto mehr Weihnachtsbäume ziehen in deutsche Wohnzimmer ein. Tatsächlich können im digitalen Zeitalter bereits Nordmanntannen und Co im Internet ausgewählt werden. Diese werden dann anschließend nach Hause geliefert. Wählbar sind verschiedene Größen und unterschiedliche Arten.
Und weil weiße Weihnachten bekanntlich am schönsten sind, gibt es in Großbritannien bereits den Snow Tracker. Die Website zeigt an, wo und wie stark es im Königreich schneit. Dabei sind die Entwickler allerdings auf die Hilfe fleißiger Twitterer angewiesen, die Schneefall und Location posten.

Die klassischen Werte bleiben das Wichtigste

Man möchte sich bei all dieser geballten digitalen Präsenz fragen: Lässt sich Weihnachten eigentlich noch komplett ohne Online-Support, Apps und Künstliche Intelligenz feiern? Der Wunsch danach ist offenbar vorhanden. Die Weihnachtsgeschenke sollen dieses Jahr deutlich analoger ausfallen, sagt eine Studie. Die Wenigsten werden an den vielen Tools und Technik vorbeikommen. Solange Geschenke mit Wertschätzung im Trend liegen, schenken wichtiger ist als beschenkt werden und das Beisammensein sowieso über allem steht, sind Weihnachten und Digitalisierung vereinbar.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit – ob digital exzellent oder klassisch traditionell – und freuen uns schon auf das Blog-Jahr 2019!

P.S.: Ich persönlich bevorzuge analoge Weihnachten. Digitale Exzellenz kann hierzu sogar beitragen: Santa’s Rentiere werden mithilfe von GPS Trackern und einer App beschützt. Züchter bekommen eine Push-Nachricht, wenn Gefahr für die Herde besteht. Na dann: Ho! Ho! Ho!

Frohe Weihnachten wünscht Sopra Steria Consulting

Foto: Getty Images / Donald Iain Smith


Birgit Eckmüller

Birgit Eckmüller verantwortet seit 2002 die Kommunikation von Sopra Steria Consulting. Die studierte Wirtschaftsingenieurin ist Expertin für Technologiethemen.


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