Google hat diese Woche mit seinem Event #madebygoogle wieder gezeigt, was es bedeutet, konsequent an Innovationen zu arbeiten und mit exzellenten digitalen Services Mehrwerte zu erzeugen. Von der Couch aus meinen Lieblingsfilm per Sprachbefehl über Google Home auf den eigenen Smart TV streamen, ohne eine Fernbedienung in die Hand nehmen zu müssen: Das ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern Realität. Was das mit Banken zu tun haben soll?
Ein Whitepaper des Kollegen David Andrieux von Sopra Banking Software trägt den treffenden Titel „Seducing the Runaway Customer“. Genau darum sollte es den Banken künftig gehen: ihre Kunden zu umgarnen – auch mit digitaler Exzellenz. Denn selbst ohne geplante Preisanhebungen gibt es ein latentes Risiko, dass Bankkunden ihren finanziellen Koffer packen und das Weite suchen.
Nützlich und nachhaltig, diese zwei Eigenschaften besitzt folgendes Fundstück aus der Kategorie Smart Energy: ein Campingkocher, der gleichzeitig den Akku vom Smartphone auflädt. Das Campingkraftwerk, gefunden auf Youtube, verbrennt Holz rauchfrei und erzeugt nebenbei Strom.
Haben Sie am 7. September auch die Keynote von Apple verfolgt – im Livestream, auf Twitter, oder haben Sie wie ich WhatsApp-Nachrichten eines Kollegen bekommen, der diese Keynote mit Spannung ansah? Wie wäre es eigentlich, wenn Banken ihre neuen Produkte mit einem ähnlichen Knalleffekt präsentierten?
Als Henry Ford begann, den Produktionsprozess für Automobile durch Fließbandfertigung dramatisch zu beschleunigen, war das keine Technik-Revolution. Ford verwendete bekannte Technologien. Die Produktivität stieg durch die Verteilung der Arbeitsschritte auf einzelne Stationen. Robotic Process Automation (RPA) verfolgt eine ähnliche Idee. Bekannte Prozesse und IT-Lösungen bleiben bestehen, werden aber besser organisiert.
Eine österreichische Bankengruppe hat den Einstieg in den Omnichannel-Vertrieb gestartet. Dafür wurde für die Retail-Kunden – regional unabhängig – ein innovatives Beratungserlebnis mit einer neuen digitalen Lösung geschaffen. Das Ziel: mit einfachen und intuitiven Inhalten sowohl beim Kundenberater als auch beim Kunden Vertrauen zu erzeugen. Hier der Einblick in die digitale Transformation am Beispiel dieses konkreten Projekts.
Im März hatte ich beschlossen, meinem Sohn Matteo zum Geburtstag ein neues Spielzeug zu schenken: eine digitale Lego Recycling Box. Die Idee war eine Kombination aus einer App und einer intelligenten Sortiermaschine. Monate später hatte ich immer noch keinen Plan, wie ich so ein Ding bauen sollte. Der Grund: Ein Knopfdruck auf die schnöde Recycling Box, und in Kinderzimmern sinkt die Freude am Entwickeln und Ausprobieren neuer Bauwerke.
Die „Bankberatung der Zukunft“ findet auf vielen Kanälen, aber immer häufiger online statt. Banken müssen damit in puncto Qualität der Website mit den FinTechs und den Internetgrößen mithalten. Was eine gute Website ausmacht, die bei den Kunden ankommt, ist schwer zu fassen. Ein Quickcheck mit vier Kriterien erleichtert den Einstieg für das Audit der eigenen Web-Präsenz.
Gerade auf kommunaler Ebene wird E-Government und Bürgerservice so richtig konkret und innovativ. Beispiele aus Deutschland sind die Parkbank mit Handyladestation in Köln und eine Integrations-App für Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund in verschiedenen Gemeinden. Steve Knights, ein Kollege aus Großbritannien, hat sich im Konzern von Sopra Steria nach weiteren innovativen Digital-Anwendungen für öffentliche Einrichtungen umgeschaut.
Digitalisierung wird derzeit zu sehr auf technischer Ebene vorangetrieben. Pläne für die Mitarbeiter findet man in den Prozesslandkarten und Pflichtenheften selten. Bei aller Begeisterung für Apps und Vernetzung droht der Mitarbeiter, auf der Strecke zu bleiben. Immer häufiger hebt dieser die Hand und schwingt die weiße Fahne: Digitale Überforderung macht sich breit.
